Meine Ode an die Liebe

Die wahre Liebe ist erwachsen geworden, sie hat den dunklen Unrat hinter sich gelassen…

Die Liebe beschützt, nährt, hegt und pflegt. Sie toleriert, ist friedvoll und ruhig. Die Liebe lässt uns strahlen, umgibt uns mit einer Aura aus hellem Licht. Sie wärmt uns, erfüllt uns, sodass wir überfließen. Sie freut sich mit, fühlt mit, macht uns mutig und öffnet uns. Die Liebe gibt uns Reife und Vernunft, lässt uns wie wir sind, lehrt uns vertrauen. Sie inspiriert uns, macht uns schön, erstaunlich und wundervoll. Sie ist Hingabe und Demut zugleich. Die Liebe weiß, dass alles, was sie gibt, zu ihr zurückkommt, ohne dass sie es erwartet. Sie kennt keinen Mangel, weil sie sicher ist, dass es genug für alle gibt. Liebe fließt, ist Energie, Austausch, ein Tanz der Gefühle. Sie hat keine Angst zu kurz zu kommen, zu wenig abzukriegen oder leer auszugehen. Die Liebe kennt Trauer, Verlust und Ohnmacht auch Wut, Zorn und Verzweiflung. Sie kennt Anspruch und Überforderung, Selbstzweifel und ebenso Einsamkeit. Sie weiß, um das Gefühl nicht zu genügen, das Gefühl schwach, hilflos und klein zu sein. Auch Eifersucht, Lug und Betrug, ist ihr bekannt. Die kalte Wut, die Missgunst mit sich bringt. Sie kennt das Bedürfnis zu prahlen und sich wichtigzumachen, das Gefühl, zu unterdrücken, um die Kontrolle zu behalten. Die wahre Liebe ist erwachsen geworden, sie hat den dunklen Unrat hinter sich gelassen. Sie versteht das alles und gibt uns alles zurück, was wir glaubten, verloren zu haben. Die wahre Liebe ist eine kluge, wohlwollende und loyale Innenschau, das Annehmen des zu Sehenden. Sie ist Wahrnehmen und Entdecken, Umarmung, Herzlichkeit, Freude und Traurigkeit. Jeder hat sie verdient und kann sie, finden wir, brauchen mehr davon.

Inspiriert durch die derzeitigen traurigen weltweiten Ereignisse und auch durch Karolina, Frank und meinen Mann. ❤️❤️❤️

© Marion Decker

Menschen

Wir mögen kulturelle Unterschiede haben, je nach Klima, Wertvorstellung und Geschichte aber am Ende sind wir alle Eins…Menschen…

23. April 2018

Menschen Ich wuchs auf in einem Städtchen, das aus lauter kleinen Dörfern bestand, die sich um die Düssel formten. Das Städtchen von damals, hat sich zwischenzeitlich ohne mich, zu einer Rheinmetropole entwickelt, die den Namen Düsseldorf trägt. Vieles was ich dort erlebte hat mich klüger und offener werden lassen, hat mich Erfahrungen machen lassen durch die ich mich beschenkt und bereichert fühle, an die ich gerne zurück denke. Mein Opa kam aus Polen und war in meinen jungen Jahren der wichtigste Mensch in meinem Leben. Er war ehrlich, fleißig, pragmatisch, streng und bescheiden. Er war handwerklich begabt und hatte den grünen Daumen. Er vermittelte mir all die Werte, die ich heute wichtiger denn je finde.

Im Kindergarten ging ich Hand in Hand mit Mohammed und erfand Geschichten mit Jasmine, deren Väter bei Merzedes am Band arbeiteten. In der zweiten Klasse ging ich nach der Schule mit zu Ismethan um Hausaufgaben zu machen, seine Mutter ließ mich nie hungrig heim gehen. In der sechsten Klasse bewunderte ich Hylias dunkle Lockenpracht, deren Vater war in der Türkei Zahnarzt. Sein Studium fand hier keine Anerkennung, deshalb arbeitete er als Spüler in einem Restaurant. In Bogdan verliebte ich mich unsterblich, den die Balkankrise und das was er da sah, in tiefstes Leid gestürzt hatte. Mit Raphael zog ich um die Häuser, dessen italienischer Vater als Gastarbeiter unseren Müll entsorgte. In dem Altenheim der Diakonie, in dem ich arbeitete, lernte ich indische Nonnen kennen und deren Kochkünste schätzen und fürchten. Sie verhüllten ihre Körper unter Kutten und Schleiern aber ihre schönen, glänzenden, dunklen Augen und ihre lebhafte Mimik verrieten jede Emotion. In Marokko erlebte ich ein Gefühl des Willkommen seins, der Zugehörigkeit, eine Offenheit und Neugier und eine Gastfreundschaft, die ich in der Form nie wieder erlebte. In Thailand bewegte mich eine Kultur der Gelassenheit, der Freundlichkeit und Bescheidenheit zutiefst. In Hongkong bewunderte ich die Disziplin, die Anpassungsfähigkeit und die Ordnung. Lauter Gaben, die so dringend nötig sind wenn man mit so vielen Menschen auf engstem Raum störungsfrei überleben will. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrungen machen durfte, sie haben mich positiv verändert und geöffnet. Wir mögen kulturelle Unterschiede haben, je nach Klima, Wertvorstellung und Geschichte aber am Ende sind wir alle Eins…Menschen

#meineweltistbunt

Marion Decker

Gelassenheit

Ich sehe in meinem Alltag Menschen, die alles andere als gelassen sind. Sie schimpfen, kreischen und zicken. Sie plustern sich auf und machen sich wichtig …

22. März 2018

Eine zärtliche Hommage

Gelassenheit ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein gesundes und zufriedenes Leben garantieren. Gelassen sein, ist ein Grundgefühl, das zumeist, den in die Jahre gekommenen Menschen eigen ist, eben denen, die sich darum bemühen. Gelassenheit ist also kein Zustand, der uns in die Wiege gelegt oder anerzogen wurde. Wir erreichen diesen Zustand erst, wenn wir uns auf uns einlassen, uns die liebevolle Aufmerksamkeit und Anerkennung schenken, die wir im außen meist vergeblich suchen. Es bedeutet sich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen, nicht über allem stehen zu wollen. Gelassenheit ist eine Lebenseinstellung, die von Reife zeugt. Wir erreichen sie, wenn wir einsehen, dass wir den äußeren Umständen zu viel Macht eingeräumt haben, dass wir uns haben bewegen lassen, statt in uns zu ruhen.

Wenn wir uns von Bewertungen befreien, wie gut oder schlecht, richtig oder falsch und erkennen, dass die Welt nicht nur aus schwarz oder weiß besteht, wird sie bunt, zahlreich und vielfältig. Es ist der erstrebenswerte Zustand, in dem wir den anderen, so sein lassen können, wie er ist. Geprägt von Toleranz, Mitgefühl und der Erinnerung, dass wir auch schon in der Situation des anderen waren und ebenso geprägt durch die tiefe Überzeugung, dass auch die anderen ihre Fehler machen dürfen. Mir ist bewusst, dass ich immer wieder Menschen begegnen werde, die gegen meine Prinzipien, meine innersten Überzeugungen verstoßen. Es sind die, denen ich den Rücken kehre, die ich nicht weiter teil haben lasse, an meinem Leben, nicht weil sie anders denken als ich, sondern weil ihre Überzeugungen nicht mit meinen kompatibel sind.

Ich sehe mich in meinem Alltag umgeben von Menschen, die alles andere als gelassen sind. Sie schimpfen, kreischen und zicken. Sie plustern sich auf und machen sich wichtig. Sie erheben den Anspruch die einzig richtige Meinung zu haben, heben die Einzigartigkeit ihrer Sorgen hervor und laufen mit Scheuklappen durchs Leben. Sie schlagen verbal um sich bei jeder Andersartigkeit. Sie diskutieren, beharren rechthaberisch auf ihrem Standpunkt, als gäbe es etwas zu gewinnen, wenn sie nur so vielen wie möglich ihre Meinung aufzwingen. Es sind die Menschen, die völlig verarmt an positiven Gefühlen durch ihre Welt laufen, die nicht wissen wie sich Einigkeit, Zusammenhalt, Miteinander, Wertschätzung, Akzeptanz und Respekt anfühlen und auswirken. Es sind die emotional behinderten, denen die gesamte Bandbreite an Gefühlen vergönnt ist. In meinem tiefsten Inneren fühle ich mit ihnen und wünsche, dass sie es auch schaffen. Denn es gibt fast nichts Schöneres als das Gefühl, nicht einer Meinung zu sein und sich doch respektvoll zu einigen, in der höchsten Anerkennung der Andersartigkeit des anderen. Das ist die zarteste Form von Achtung.

In diesem Sinne gebt auf Euch acht! ❣️💥

© Marion Decker

Internationaler Tag der Frau

8. März 2018

Die Einführung eines „Internationalen Tag der Frau“ entstand in Deutschland aus der Initiative sozialistischer Organisationen. In der Zeit um den 1. Weltkrieg rief die deutsche Sozialistin Clara Zetkin, angeregt durch eine Idee aus den USA zu einem Gedenktag auf. In den USA gründete schon 1908 ein sozialistisches Frauenkomitee den „Gedenktag der Frau“. Zu erreichende Ziele waren die Gleichberechtigung der Frau, das Frauenwahlrecht und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Die vereinten Nationen machten erstmalig 1975 auf den „Tag der Frau“ aufmerksam, durch Angestellte des UN Sekretariats, die auf Missstände durch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz hinwiesen und seitdem fällt dieser Tag auf den 8. März. Regelmäßig gefeiert wird der Tag seit 1995, um weltweit für eine bessere Bildung für Mädchen zu kämpfen. Weitere Themen, die dringende Beachtung finden sollen, sind die genitale Verstümmelung von Mädchen, die Kinderheirat und die Gewalt gegen Frauen und Mädchen grundsätzlich, v.a. jedoch in Kriegsgebieten. Der „Internationale Tag der Frau“ ist also im klassischen Sinne kein Tag des Schmusekurses und der Komplimente wie:“Schön, dass es euch gibt“. obwohl ich diese Komplimente schätze, sondern im eigentlichen Sinne, der Tag an dem darauf hingewiesen wird, dass es weltweit immer noch zahlreiche Frauen gibt, die eben nicht gleichberechtigt sondern übelst benachteiligt sind und auch der Tag, an dem zum Weltfrieden aufgerufen wird. Ich persönlich finde die Kombination aus dem Gedenken an Frauen und Weltfrieden um so passender, je älter ich werde.;) Und auch bei uns gibt es noch viel zu tun, denn in Deutschland leiden mehr Frauen unter Altersarmut als Männer. Frauen werden öfter Opfer häuslicher Gewalt als Männer. Frauen bekommen bei gleicher Leistung immer noch weniger Lohn als Männer.

In diesem Sinne einen sonnigen, gleichberechtigten Tag euch.

Marion Decker

Obdachlos ist keine Berufsbezeichnung

Ganz und gar verrückt finde ich auch die nun kursierende Annahme, Flüchtlinge würden gegenüber unseren Obdachlosen bevorzugt behandelt denn, 1. sind das zwei komplett unterschiedliche Themen und 2. waren den Leuten, die sowas verbreiten „Unsere Obdachlosen“ doch vor der Flüchtlingswelle vollkommen schnurz…

6. Dezember 2017

Ihr seht, ich bin wieder ganz oben „Auf der Palme“! Zurzeit häufen sich im Netz rasant die Annahmen, dass obdachlose Menschen gar nicht obdachlos sind, sondern Betrüger, die uns das wenige Geld aus der Tasche ziehen wollen. Alles Schauspieler, die nur so tun, als wären sie in eine Notlage geraten. Schon vor ein paar Jahren machte hartnäckig die Mär von einem Bettler in Saarlouis die Runde, der sich angeblich einen soliden Nebenverdienst in Millionenhöhe ergaunerte, indem er Geld erbettelte, um am Feierabend in seinen fetten Benz einzusteigen und sein behagliches Heim aufzusuchen.

Tatsächlich erkennen wir unsere obdachlosen Mitmenschen daran, dass sie aus jeder Pore ihres Daseins ausstrahlen, dass es ihnen richtig dreckig geht, an ihrer verkrampften Körperhaltung, dass sie frieren, an dem Teint ihrer Haut, dass sie Mangel ernährt sind und an dem ungepflegten Äußeren, dass sie kein Bad mit fließend Wasser ihr Eigen nennen können. Es sind Menschen, die nicht freiwillig auf der Straße sitzen, den Erwerb aller möglichen Krankheiten in Kauf nehmen, die Gefahr geschlagen, getreten oder ausgeraubt zu werden oder zu erfrieren. Es sind Menschen, die das Gefühl der Wertlosigkeit von morgens bis abends mit sich herumschleppen, denen eben nicht gerade die Sonne aus dem A…scheint. Die meisten von ihnen sind in dieser Situation, weil sie einen erlebten Schicksalsschlag nicht überwinden können. Sie sind abgerutscht in ein Elend, aus dem sie aus eigener Kraft nicht mehr rauskommen. Niemand sitzt zu dieser Jahreszeit da draußen und bettelt oder sammelt Pfandflaschen aus Passion oder weil es sich so geil anfühlt unabhängig zu sein. Setzt euch doch einmal zu einem und beginnt eine freundliche Unterhaltung. Ich garantiere, wenn ihr sie oder ihn nicht bevormundet, erzählen sie euch wie ihnen das passieren konnte.

Obdachlose liegen nicht einmal, wie häufig vermutet, dem Staat, also uns auf der Tasche, weil sie aus unserem sozialen System schlicht rausfallen denn sie haben keinen festen Wohnsitz, deshalb bekommen sie bei keiner Bank ein Konto. Ohne Bankverbindung kann kein Amt ihnen Geld überweisen. Es ist also keinesfalls dienlich für die Ärmsten der Armen solche Unwahrheiten zu verbreiten wie, „Die Masche mit dem Hund“ oder „Organisierte Bettler-banden unterwegs“ weil ihr damit unsere freigiebigen, aufgeschlossenen Mitmenschen verunsichert und sie nichts mehr geben. Es ist ebenso wenig hilfreich, sie in irgendwelche leer stehende Asylantenheime in Pusemuckel abschieben zu wollen, weil sie in der Pampa wiederum keine Einnahmequelle haben.

Ganz und gar verrückt finde ich auch die nun kursierende Annahme, Asylsuchende würden gegenüber unseren Obdachlosen bevorzugt behandelt, denn, erstens sind das zwei komplett unterschiedliche Themen und zweitens waren den Leuten, die so was verbreiten „Unsere Obdachlosen“ doch vor der Flüchtlingswelle vollkommen schnurz. Wenn ihr Euch dazu entschließen möchtet, nette, freundliche, hilfsbereite, selbstständig denkende, erwachsene Menschen zu sein, dann empfehle ich den Kältebus Saarbrücken https://www.facebook.com/kaeltebus.saarbruecken/ haben in den Jahren wirklich etwas bewegt und freuen sich auch in diesem Jahr wieder über materielle oder finanzielle Unterstützung. Dort könnt Ihr durch und durch „echte“ Obdachlose kennenlernen, mit ihnen sprechen, staunen, eine warme Mahlzeit verteilen u.s.w.. Ihr könnt auch anonym helfen denn Nächstenliebe prahlt ja nicht 😉

Ich wünsche, was so selbstverständlich erscheint, eine warme, satte, geborgene und friedvolle Zeit und nicht vergessen:

„Jeder von uns hat einen Ort, an dem der Schmerz wohnt“! Michael Patrick Kelly

© Marion Decker

Liewe Saarlänner

Ihr Saarländer seid gesellig und stolz auf eure kulinarischen Größen, eure Köche. Un wie na sprochen is enfach kloar.

17. November 2017

Liebe Saarländer/innen, falls ich den Eindruck erweckt habe, ich würde Eure Sitten, Gebräuche und Traditionen nicht achten so täuscht der Eindruck. Ich selbst bin sehr traditionell, ich bin verheiratet, ich mag die Stimmung der Vorweihnachtszeit und auch Weihnachten gefällt mir sehr. Ein Tannenbaum kommt mir jedoch nicht ins Haus, weil ich Tannen lieber im Wald sehe als sie, wenn sie ausgedient haben auf irgendwelchen Rasenflächen gestapelt, bereit zur Abholung liegen zu sehen aber das ist zugegeben Geschmacksache. Ich mag es schwenkendes Grillgut zu beobachten, das über offener Flamme sorgfältig und liebevoll zubereitet wird, darum gibt es das auch das ganze Jahr hindurch jedes Wochenende.

Überhaupt mag ich Eure kulinarischen Besonderheiten, die Kohlehydrat reich jeden Bergmann sättigen, wie „Dibbelabbes“, „Mehlknepp“ „Hoorische“ oder „Geheiratete“. Insgesamt Eure Lust am Genuss, die die Stimmung hebt, weil dabei jede Menge Glückshormone ausgeschüttet werden. Ihr seid gesellig und stolz auf Eure kulinarischen „Größen“, Eure Köche. „Un wie na sprochen is enfach kloar“. Ich liebe auch die Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg denn auch das prägt Eure Art, weil sich Kulturen vermischt haben.

Ich fühle mich hier viel naturverbundener als in meiner Heimat, weil ich ihr näher bin. Das Saarland ist ein kleines Bundesland, das wirklich viel zu bieten hat. Ihr seht, ich erkenne Eure Traditionen an und auch Werte sind mir wichtig. Werte wie, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Verschwiegenheit, Verlässlichkeit oder Großzügigkeit. Ich bin gerne ironisch, weil ich als rheinische Frohnatur mit dem Grundsatz aufwuchs: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“! Das meint, wenn ich etwas nicht ändern kann, das mich stört dann versuche ich das nicht so ernst zu nehmen und das ist nicht zu verwechseln mit Respektlosigkeit.

Ja, das war auch schon alles. Ich bedanke mich für Eure Toleranz, freue mich, dass Ihr mich integriert habt und dass ich hier sein darf. In diesem Sinne ein ganz wundervolles und friedvolles Wochenende Euch allen.😍🤗

© Marion Decker

Wutbürger

Es wird sich darüber entrüstet, dass Özil und Kedira die „Nationalhymne“ nicht mitgesungen haben, als sei die „Nationalmannschaft“ ein Herrengesangsverein. Ich kann auf den Song von 1922 auch gut verzichten, allein das Wort Vaterland entspricht weder meinem Weltbild, noch meinem Zeitgeist…

15. November 2017

Es scheint salonfähig geworden zu sein, sich als Wutbürger zu äußern. Zumeist ältere Herren, die sich möglicherweise fälschlich, als Gesellschaftskritiker verstehen, verbreiten diverse Postings, in denen laut und wütend über Minderheiten gehetzt wird. Man befürchtet, dass der Verlust unserer Sitten und Gebräuche, die der Invasion morgenländischer Einwanderer weichen müssen, unaufhaltsam ist. Wir werden kontaminiert, unterwandert, still und heimlich aus unserer Heimat vertrieben, wir sind am A…! Die Senilen unter den älteren Herren posten, möglicherweise mangels Zeit, ungeprüft Unwahrheiten und möchten sich dessen nicht bewusst werden. Die Debilen, können sich gar nicht vorstellen, dass im weltweiten Netz Unwahrheiten verbreitet werden und die Intellektuellen, die Gefallen an ihrem Zynismus finden, haben Spaß an der Kontroverse, die Raum für Diskussionen entstehen lässt. Es geht um den Verlust unserer Werte, durch die Umbenennung von z.B. Weihnachtsmarkt in Lichterfest, was aus Rücksicht auf unsere muslimischen Mitmenschen, von einer Partei der Grünen, aus Gründen der „Gender Forderung“ (Wortneufindungsbelange in Geschlechterdefinitionen und anderen sprachlichen Hürden), gefordert wird.

Der informierte Mitbürger mag hier den Erklärungsversuch starten, dass das Posting der Unwahrheit entspricht, dass überhaupt niemand, weder Bündnis 90/Die Grünen, noch die Bundeskanzlerin, noch der Kaiser von China, diese Forderung gestellt haben, aber er schießt ins Leere, denn das interessiert niemanden, im Gegenteil der Quatsch wird fleißig weiter geteilt. Es wird sich darüber entrüstet, dass Özil und Kedira die „Nationalhymne“ nicht mitgesungen haben, als sei die „Nationalmannschaft“ ein Herrengesangsverein. Ich kann auf den Song von 1922 gut verzichten, allein das Wort „Vaterland“ entspricht weder meinem Weltbild noch meinem Zeitgeist. Ich würde sogar so weit gehen, gesanglich, jederzeit „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ unserer „Nationalhymne“ vorzuziehen! Hier wird ein Nationalstolz eingefordert, der mich schlicht erschreckt, weil hier vollkommen vergessen oder verdrängt und verharmlost wird, dass wir Deutschen uns zwischen 1933- bis 1945 eines Völkermordes schuldig gemacht haben, der seinesgleichen suchen würde. Ich darf mich, selbst wenn ich zu dieser Zeit noch nicht anwesend war, in einer Weise mitverantwortlich fühlen, weil ich, wenn ich ganz aufrichtig zu mir selbst sein möchte, nicht wissen kann, auf welcher Seite ich damals gestanden hätte. Auf der Seite von Eva Braun, an der Seite Hitlers oder auf der Seite von Sophie Scholl, der „Weiße Rose“ Bewegung, die mit anderen versuchte das Naziregime zu verhindern.

Das Posting über die Invasionen afrikanischer Einwanderer, die klammheimlich in unser Land geschleust werden, wovon nur die Bundesregierung, oder wer auch immer Kenntnis gewonnen haben. Zuerst verbreitet durch Ivo Sasek, den Schweizer Laienprediger, der ähnlich eines Sektenführers, Anhänger um sich scharrt und allerlei Thesen aber keinerlei Fakten verbreitet. Er gilt als Verschwörungstheoretiker und sehnt sich nach einer Diktatur, dessen führender Kopf, er sein möchte. Das Posting wird derzeit überaus fleißig geteilt, damit sich noch mehr Menschen über etwas ereifern können, das gar nicht ist. Hier wird bewusst oder unbewusst eine Stimmung erzeugt und verbreitet, die Angst, Unsicherheit und Wut oder Hass schüren möchte und viele machen mit. Frei nach dem Motto „divide et impera“, was nichts anderes heißt, als „Herrsche und Teile“. Es ist das Motto unserer, durch Hierarchien geprägten Welt. Wir sollen zu Gegnern werden, die sich untereinander zerstreiten, sich trennen und durch Vorurteile den Anderen mit Argwohn betrachten, denn dann sind wir abgelenkt. Der Ausspruch; „Das hab ich nicht gewusst“ hat heute keine Gültigkeit mehr, denn uns stehen mehr denn je alle Informationen zur Verfügung, die wir brauchen, um uns ein eigenes Bild zu machen und selbstständig zu denken.

In diesem Sinne eine nachdenkliche, friedvolle Zeit Euch allen.

© Marion Decker

Fakenews

Ich möchte einfach zu bedenken geben, dass durch unseriöse Onlineportale, die sich auf die Fahne schreiben, eine umfassende Informationsplattform zu sein, problemlos Tatsachen publiziert werden, die eben nicht oder nur zum Teil der Wahrheit entsprechen …

8. November 2017

Tic tac … Eine Schlagzeile von Gestern, in Saarland Info, einer Online – Plattform, die sich der Aufgabe stellen möchte, Menschen, über die Ereignisse im Saarland zu informieren. Diese Schlagzeile, auf die sehr emotional reagiert wurde, lautet folgendermaßen: „31 jähriger Syrer soll Frau in den Unterleib getreten haben, obwohl sie schwanger war“. Als wäre es ok gewesen, wenn sie nicht schwanger gewesen wäre. Ich möchte das Verhalten dieses Mannes, keinesfalls bagatellisieren oder schön reden, aber der Artikel strotzt vor Fehlern und das Wort „soll“ erscheint deutlich zu häufig, zeigt die Verwendung des Wortes „Soll“ doch nichts anderes, als dass noch nichts bewiesen ist. Und dass er in Untersuchungshaft sitzt, „scheint“ zu beweisen, dass er der Täter ist.

Es freut mich aufrichtig, dass der Artikel die Gemüter überkochen lässt und eine so hitzige Diskussion auslöst, denn mir liegt wirklich sehr daran, dass Frauen, denen Gewalt angetan wird, die Aufmerksamkeit, Hilfe, Solidarität und Unterstützung bekommen, die sie verdienen, das ist mir eine Herzensangelegenheit. Gewalt gegen Frauen ist weltweit eine nicht zu leugnende Tatsache, die allzu oft verdrängt wurde, daher verfolge ich die derzeitigen Diskussionen zum Thema, mit dem allergrößten Interesse. Ich erkenne gerade, dass häufig Themen vermischt werden und ich fürchte, wie viele andere aufgeweckte Mitmenschen auch, dass manche Berichte ausgeschlachtet werden, um uns aufzuhetzen und eine Stimmung zu verbreiten, die uns zutiefst zu verunsichern sucht. Man scheint uns in zwei Lager spalten zu wollen, nämlich in die Einen, die eine freundliche Ausländer Integration wünschen und die, die genau das Gegenteil wollen und sich für Abschiebung und Feindlichkeit entscheiden.

Versteht mich nicht falsch, mir ist vollkommen klar, dass es Einwanderer gibt, die keinen Respekt vor Frauen haben und in dem Glauben erzogen wurden, Männer seien per se die besseren Menschen und auch, dass sie, wie auch immer, eines besseren belehrt werden müssen, z.B. durch Abschiebung. Es nicht besser zu wissen, schützt vor Strafe nicht. Ich wünsche mir jedoch auch, die Tatsache beachtet zu wissen, dass laut einer repräsentativen Studie der WHO von 2004 erkannt wurde, dass 40%, der in Deutschland lebenden Frauen, seit ihrem 16. Lebensjahr, körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt haben und das sehr häufig durch ihre Lebenspartner. Im Jahr 2004, hat die Einwanderung jedoch noch keine so große Rolle gespielt.

Ich möchte einfach zu Bedenken geben, dass, durch unseriöse Onlineportale, die sich auf die Fahne schreiben, eine umfassende Informationsplattform zu sein, problemlos Tatsachen publiziert werden, die nicht oder nur zum Teil der Wahrheit entsprechen. Letzteres wäre im oben genannten Artikel zugegeben schlimm genug. Solche Onlineportale wie Saarland Info, oder Breaking News, entstehen derzeit kontinuierlich im Netz. Sie leben von Schlagzahlen, wie Klickraten und die lassen sich auch prima mit Unwahrheiten oder Halbwahrheiten erzielen, je reißerischer, desto interessanter für die Allgemeinheit.

In diesem Sinne erst prüfen dann klicken. Ich wünsche einen friedvollen Tag, der reich an Erkenntnissen ist.

Marion Decker

#metoo versus #notme

Diese Annahmen gehen aus meiner Sicht in eine ganz ähnliche Richtung wie die Behauptungen, Frauen die vergewaltigt wurden seien mitschuld weil sie zu leicht bekleidet gewesen wären, zu viel getrunken hätten, sich zu offensiv verhalten hätten oder schlicht nicht laut genug nein gesagt hätten…

27. Oktober 2017

Nachdenken… Ich hatte Euch ja schon von der me too Bewegung erzählt, in der Frauen, die mit Gewalt durch Männer konfrontiert wurden, sich öffentlich zu Wort melden indem sie berichten was ihnen passiert ist oder auch einfach den Hashtag me too in ihrer Chronik posten. Nun entwickelt sich eine Gegenbewegung, die sich not me nennt. Hier melden sich Frauen zu Wort, die keine Gewalt erlebt haben und das freut mich erst einmal für jede von ihnen riesig. Nun neigen zuletzt beschriebene Frauen dazu diverse Behauptungen aufzustellen wie, die sich zu erlebter Gewalt bekennenden Frauen seien Emanzen, die Männern einfach mal einen reinwürgen wollen oder prüde vertrocknete „Rühr mich nicht an“, die nicht angemacht werden wollen, obwohl Anmache als Kompliment aufzufassen sei oder „Alte Jungfrauen, die man per se zu keiner Freude verlocken kann oder „Lesben“, die sowieso auf der falschen Seite stehen.

Diese Annahmen gehen aus meiner Sicht in eine ganz ähnliche Richtung wie die Behauptungen, Frauen die vergewaltigt wurden seien mitschuld weil sie zu leicht bekleidet gewesen wären, zu viel getrunken hätten, sich zu offensiv verhalten oder schlicht nicht laut genug nein gesagt hätten. Sie gehen ebenfalls in die Richtung zu behaupten, Frauen, die häusliche Gewalt erleben, behaupten das nur um ihren Partner los zu werden oder Schülerinnen, die von einem Lehrer missbraucht werden wollen sich nur für schlechte Noten rächen.(So etwas passiert auch aber selten) All diese Behauptungen sind auch so ein Phänomen unserer Zeit, zu bagatellisieren, herunter zu spielen, verdrängen, beschönigen, nicht wahr haben wollen was doch immer wieder offensichtlich wird.

Hier wird von Frauen über Minderheiten gesprochen und die Tatsache, dass 70% aller Frauen weltweit einmal in ihrem Leben Opfer einer Gewalttat werden, einfach ignoriert. Ich halte solche Aussagen für unsensibel, dumm, ignorant und schlecht informiert. Es hilft aber ungemein dabei sich mit aller Konsequenz in Szene zu setzen! Ich weiß, dass es immer mehr liebevolle, achtsame und respektvolle Männer gibt, die sehr sensibel mit diesem Thema umgehen auch wenn sie nicht selbst betroffen sind, einfach Empathie bekunden. Was reitet diese Frauen, die sich da aufplustern?

Ich danke für Eure offenen Ohren und wünsche ein friedvolles, liebevolles, achtsames, nachdenkliches und langes Wochenende.

Marion Decker

Gewalt gegen Frauen und Mädchen kurz recherchiert

500.000 – 2 Millionen Menschen werden jährlich in die Prostitution, die Zwangsarbeit oder in die Sklaverei verschleppt, 80% davon sind Frauen und Mädchen…

25. Oktober 2017

Ihr seht das Thema beschäftigt mich 🙄 Hier ein paar Zahlen und Fakten zum Thema Gewalt gegen Frauen! Gewalt Definition: Das Einsetzen von körperlicher Stärke mit dem Ziel jemanden zu etwas zu zwingen, jemanden zu verletzen auch brutales Vorgehen. Die WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als das größte Gesundheitsrisiko für Frauen weltweit. Schätzungsweise 70 % aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens Opfer eines Gewaltakts. Das Thema wird von Betroffenen selbst tabuisiert weil sie sich hilflos fühlen, Scham-oder Schuldgefühle hegen, sich vor weiteren Übergriffen fürchten oder Angst vor Gerede haben. Gerade für Opfer häuslicher Gewalt gibt es in Deutschland rund 350 Frauenhäuser und 40 Schutz Wohnungen, die nicht ausreichen, weswegen hilfesuchende Frauen wieder nach Hause geschickt werden müssen. Gewalt wird physisch, psychisch, emotional oder psychologisch ausgeübt.

Laut einer repräsentativen Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus 2004 zum Thema Gewalt gegen Frauen, kam man zu folgenden Ergebnissen: 40% der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lj. körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. 25% der in Deutschland lebenden Frauen haben Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. 13% der in Deutschland lebenden Frauen haben seit dem 16. Lj. strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt erlebt. 42% der in Deutschland lebenden Frauen haben psychische Gewalt erlebt, z.B. Einschüchterung, Verleumdung, Drohung, Psychoterror. Gewalt gegen Frauen wird hauptsächlich durch den Partner oder Ex-Partner und im häuslichen Bereich verübt. Frauen in Trennungs -oder Scheidungssituationen sind besonders gefährdet Opfer von Gewalt durch den Ex-Partner zu werden. Mehr als die Hälfte der von körperliche Gewalt betroffenen Frauen, hat körperliche Verletzungen aus Übergriffen davon getragen, von denen hat 1/3 deshalb medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Je nach Gewaltform haben 56%-80% der Betroffenen psychische Folgebeschwerden davongetragen (Schlafstörungen, Depression, Angstzustände u.s.w., besonders hoch war der Anteil bei psychischer und sexueller Gewalt. Kinder sind oft von Anfang an in das Gewaltgeschehen gegen die Mutter involviert 20% derjenigen Frauen, die in ihrer letzten Partnerschaft Gewalt erlebt haben, gaben als auslösendes Ereignis die Geburt an, weitere 10% die Schwangerschaft. -Gewalt markiert im Leben der Frauen oft einen Bruch mit den gewohnten Beziehungs- und Lebensbezügen, auch wenn der Täter nicht der Partner ist (z.B. Trennung, Wohnungswechsel, Kündigung des Arbeitsplatzes. 37% der von körperlicher und 47% der von sexueller Gewalt betroffenen haben mit niemandem darüber gesprochen. Die Anteile sind noch höher wenn der Täter, der aktuelle oder frühere Beziehungspartner ist. Wenn Frauen über erlebte Gewalt sprechen, dann zuerst und am häufigsten mit Personen aus ihrem unmittelbaren Umfeld.

Weltweit betrachtet wird das Thema noch perfider, daher bitte ich an dieser Stelle, die zart besaiteten Leserin sich hier auszuklinken und nicht weiter zu lesen. Formen der Gewalt weltweit:

Häusliche Gewalt: Hier werden Frauen geschlagen, zu Geschlechtsverkehr gezwungen oder auf andere Weise missbraucht und gedemütigt.

Sexualisierte Gewalt in Konflikten: Eine der schwersten Gewalttaten der heutigen Zeit, die Millionen von Menschen betrifft, vornehmlich Frauen und Mädchen. Sie wird bewusst als weitreichende Strategie von bewaffneten Gruppen eingesetzt, um den Gegner zu demütigen und die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Ebenso werden Frauen und Mädchen in solchen Krisengebieten von denen sexuell ausgebeutet, die sie eigentlich beschützen sollen.

Anwendung von Gewalt gegen Frauen in polizeilichem Gewahrsam ist weit verbreitet. Dazu gehören sexualisierte Gewalt, sexuelle Belästigung, von Männern durchgeführte Leibesvisitationen und sexuelle Handlungen in Tausch von Privilegien und Gütern des täglichen Bedarfs.

Genital Verstümmelung und Beschneidung weiblicher Genitalien schätzungsweise 130 Millionen Frauen wurden Opfer traditioneller Beschneidungen, bei denen die Klitoris entfernt wird, um Lustempfinden und Ehebruch zu verhindern v. A. in Afrika und Ländern des nahen Ostens.

Mitgiftmorde Frauen werden von ihren Ehemännern oder deren Verwandten getötet, wenn die Angehörigen der Frauen nicht für die Geschenke an den Ehemann aufkommen können.

Südasien Ehrenmorde Opfer von Vergewaltigungen und Frauen, die des vorehelichen Geschlechtsverkehrs oder des Ehebruchs bezichtigt werden werden ermordet mit der Rechtfertigung, die Ehre der Familie befleckt zu haben.

Menschenhandel 500.000 – 2 Millionen Menschen jährlich werden in die Prostitution, die Zwangsarbeit oder in die Sklaverei verschleppt, 80% davon Frauen und Mädchen.

Kindstötung und Geschlechts Selektion Ablehnung und Tötung von Mädchen in Süd-Ostasien, Nordafrika und Naher Osten.

Was sind die Auslöser, die Risikofaktoren?

Bestehende Machtstrukturen

Gewalt in Herkunfts Familien

Forscher sehen einen signifikanten Zusammenhang zwischen erlebter und beobachteter Gewalt in der Kindheit und der Gewaltbereitschaft im Erwachsenen alter. Die Weitergabe gewalttätigen Verhaltens von Generation zu Generation.

Schwangerschaft dadurch Eifersucht auf die Aufmerksamkeit, die das Kind bekommt. Sexuelle Unzufriedenheit des Mannes. Größere Hilflosigkeit und Wehrlosigkeit der Frau Aggression gegen das ungeborene Kind Versuch durch Gewalt einen Abbruch einzuleiten,

Alkohol, die Hemmung sinkt

Sozialökonomische Faktoren

Ich war geneigt zu glauben, dass Gewalt gegen Frauen sich in unteren Schichten eher ausbreitet, weil die Unzufriedenheit dort größer ist, das stimmt nicht, es zieht sich durch alle Schichten. Frauen der unteren Schichten suchen sich jedoch eher Hilfe in Einrichtungen, weiter oben wird eher verschwiegen. O Konflikte als Auslöser Die meisten Gewalttaten entstehen durch Alltags Auslöser wie: Besitzanspruch des Mannes Eifersucht Anspruch auf Dominanz Macht und Kontrolle verbunden mit dem Wunsch, die Frau zu bestrafen Erwartungen bzw. Uneinigkeit bezüglich der Hausarbeit oder finaziellen Ressourcen Erziehung und Betreuung der Kinder sexuelle Ansprüche.

Marion Decker