Was uns bleibt, ist Meinungsfreiheit, sollte man meinen

Eine Meinung ist die Aneinanderreihung von Informationen. Sie entsteht meist, aus der Aneignung, der Erkenntnisse, die andere längst gewonnen haben. Sie wird gerne, als die Eigene ausgegeben, aber das stimmt nur auf den ersten Blick. Eine Meinung ist nicht statisch, oder universell, sondern ein Gedankenkonstrukt, das manchmal durchtränkt ist mit Gefühlen. Im Moment nehme ich so viele Meinungen wahr, dass mir ganz schwummrig wird.

Es gibt Menschen, die von der Corona-Krise, nicht ganz so hart getroffen sind. Sie haben ihre Rente, die einfach weiterfließt, dürfen ein Häuschen mit Garten ihr Eigen nennen und können sich mit ihrem Partner austauschen. Sie bangen um ihr Leben, weil sie allein durch ihr Alter zur Risikogruppe gehören. Nur um die nötigsten Besorgungen zu machen, gehen sie vor die Tür und tragen ihre Atemschutzmasken, um nicht angesteckt zu werden. Ihr Leben läuft nahezu unverändert weiter. Es gibt Menschen, die haben ihren sicheren Job und ihr festes Einkommen, halten sich an die Regeln und müssen sich auch keine allzu großen Sorgen machen. Einige von ihnen haben ihre Aufgabe darin gefunden, uns, von ihrem hohen Ross herunter, wissen zu lassen, was richtig oder falsch ist. Sie ziehen täglich ins Feld, um uns ihre Einsichten zu verkünden, die sie für die Wahrheit halten. Sie ermangeln uns zur Vernunft und Mäßigung und lassen uns mit großer Vehemenz und manchmal auch Besessenheit wissen, dass sie es besser wissen als wir.

Wir, das sind die Menschen, die derzeit vor einem Amt Katzbuckeln, um in den Besitz, lächerlicher 200 € zu kommen, weil sie als Freischaffende, längst aus dem sozialen System herausgefallen sind. Wir sind die, deren Nerven beim Unterrichten unserer Kinder flattern, weil uns die Geduld verlässt. Diejenigen, die sich mit ihrem Partner die Köpfe einschlagen, weil sie sich auf engstem Raum, mit kreischenden Kindern, die sich schon lange langweilen, derart überfordert sehen, dass sie die Kontrolle über sich selbst verlieren. Wir sind die Kinder, die dieser häuslichen Gewalt täglich ausgeliefert sind und die zuvor während der Schulzeit, wenigstens eine Auszeit von ihren Eltern hatten. Wir, die nicht wissen, ob sie nach all dem hier, noch einen Job haben, weil es immer unwahrscheinlicher wird, dass die Firma, die sie in Kurzarbeit geschickt hat, das hier überstehen wird, oder ob die Zulieferer aus Frankreich und China noch solvent sein werden. Wir, denen das alles so suspekt ist, dass wir anfangen, vor uns hin zu schwurbeln, die, die sich in ihrer Freiheit beschnitten fühlen, ebenso wie die, die einsam zu Hause sitzen und anfangen, mit ihren Blumen zu sprechen.

Wir alle haben eine Daseinsberechtigung und wir haben Meinungen, deren Ursprung auf unseren ganz persönlichen Erfahrungen basiert. In einem demokratischen System und einer pluralistischen Gesellschaft, sollte Platz für andere Meinungen sein, auch wenn wir sie selbst noch so abwegig finden. Es scheint mir gar nicht sinnvoll, dem anderen stets seine eigene Meinung aufzuzwingen, als sei die eigene Meinung das Allheilmittel, das uns aus dieser Krise führen wird. Mäßigen wir uns doch einfach auch hier, so selbstgerecht und selbstherrlich, auf den anderen ein zu quatschen. Zeigen wir uns doch einfach bereit, dem anderen das zukommen zu lassen, was wir uns selbst wünschen, Empathie.

© Marion Decker

Wir glauben, was wir sehn‘

Am 27. Januar 2020, begann für uns in Deutschland eine neue Zeitrechnung, die Zeit der Angst. Die Presse ließ uns wissen, dass nach Wuhan, ganz Europa in Angst und Schrecken versetzt wird. Kliniken in Italien, Spanien, Frankreich und Österreich wurden mit Menschen geflutet, die so schwer an Covid-19 erkrankt waren, dass Betten und Beatmungsgeräte ausgingen. Unserer Regierung sah es ebenfalls und entwickelte das Bedürfnis, die Ansteckungsrate so gering zu halten, dass unsere Kapazitäten ausreichen und die Versorgung der Dringlichkeitsfälle gedeckt ist. Man appellierte an unsere Vernunft Abstand zu halten und nur die dringendsten Besorgungen außer Haus zu erledigen. Wir wurden in unserer Bewegungsfreiheit beschränkt, ebenso in unserer Versammlungsfreiheit und unserem Bedürfnis nach sozialem Kontakt. Seit gestern sind wir gezwungen einen Mundschutz zu tragen, oder zu Hause zu bleiben. Heute sehen wir uns umgeben, von Menschen mit Schutzmasken und unser Unterbewusstsein, das sowieso überfordert ist, mit all den Einschnitten und Reizsignalen schlägt Alarm. Wir sind angespannt.

Nun äußern sich vehement Krankenschwestern unflätig im Netz und halten Schimpftiraden über die Unvernunft und den Egoismus ihrer Mitbürger. Der Teil von uns, der sich über die zunehmenden Beschneidungen zu beschweren weiß und diejenigen unter uns, die nicht angeschnauzt zu werden wünschen, gehen in Konfrontation. Die wütende Auseinandersetzung, scheint sowieso ein probates Mittel geworden zu sein, seiner Wut den nötigen Ausdruck zu verschaffen, um die eigene Angst zu kompensieren.

Tatsächlich mag ein Jeder von uns doch einmal in sich gehen und sich imaginär vorzustellen versuchen, wie die derzeitigen Zustände in unseren Krankenhäusern sich anfühlen müssen. Das Pflegepersonal kämpft jeden Tag um den Erhalt von Leben, die Zeit und das Virus jedoch arbeiten gegen sie. Die Hygieneauflagen erfordern ein Höchstmaß an Konzentration, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, selbst zu erkranken. Sie gehen nach einem Überstundenreichen Tag, nach dem täglichen Kampf um Leben und Tod, frustriert nach Hause und die Nerven liegen blank. Es ist unangemessen, sie dann noch wissen zu lassen, dass sie bei ihrem Aggressionspotential, das sie nach Außen tragen, vielleicht den falschen Beruf gewählt haben, nur weil es ihnen nicht mehr gelingt, die Mutter Theresa raushängen zu lassen.

Es ist doch so, das, was uns alle eint, ist die Angst und ein jeder findet für sich, ganz eigene Mechanismen, damit umzugehen, und hat auch das Recht dazu, unabhängig davon, ob das alle gutheißen, oder nicht?

Unsere Augen sehen Fallzahlen, schwer Erkrankte, Menschen in Quarantäne, Notstandssituationen wie Hamsterkäufe und menschenleere Straßen. Sehen Politiker, die uns zur Vernunft mahnen und zu Mäßigung und Ordnung aufrufen. Wir sahen Italiener, in Quarantäne, die auf ihren Balkonen Freiheitslieder intonierten und waren ergriffen. Das Alles saugt unser Unterbewusstsein auf, wie ein nasser Schwamm und wir alle haben Angst.

Ich persönlich glaube immer noch nicht, dass ich an Covid-19 sterben werde. Mir ist allerdings klar, dass es viele Menschen gibt, denen das tatsächlich passieren kann. Es reicht ein geschwächtes Immunsystem, den Zenit der Jugend weit überschritten zu haben, eine Gefäßerkrankung, eine Autoimmunerkrankung, ebenso wie das jahrelange Rauchen und die chronischen Bronchitiden, die damit einhergehen. Und wegen ebendiesen Menschen, trage ich meine Atemschutzmaske mit Würde. Nicht, weil man mir sagt, dass ich es muss, oder weil ich besonders vernünftig bin, sondern weil ich niemanden verletzen möchte. Weil ich nicht wirklich wissen kann, ob ich es schon habe, denn es gibt sie, die milden Verläufe, bei denen eine Übertragung trotzdem stattfindet. Die Inkubation beträgt 14 Tage, in denen ich mich nicht krank fühle und dennoch das Virus weitergeben kann. Das Risiko, einem anderen Menschen, nachhaltig zu schaden, ist einfach zu groß.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, Einsicht und Zuversicht. Achtet eure Mitmenschen.

© Marion Decker

Differenzen

Ich sitze an meinem Schreibtisch und blicke in die Ferne. Durch die Pollen verstaubten Fenster fällt mein verschleierter Blick auf die riesige Thuja, im parkähnlichen Garten. Ich habe nun alles gegeben die letzten Tage, Zeit investiert in den Nutzgarten, das Teich Umfeld und den Vorgarten. Auf allen Vieren bin ich ums Haus gerutscht, um hier noch ein verirrtes Pflänzchen zu zupfen und dort noch ein wenig Moos zu beseitigen. Eigentlich wie jedes Jahr …eigentlich.                                                                                                                                            So gezielt ich mich im Garten tummle, so verwirrt irre ich von Zeit zu Zeit durch Facebook und finde mich voller erstaunen, ob all dieses eskalierenden Gedankenaustausches, wieder. Ich sehe so viele Meinungen kursieren, die ich einfach nur auf mich wirken lasse, würde ich sie alle bewerten wollen, ich wäre lange aussichtslos beschäftigt.

Ein Bekannter wagt die Behauptung aufzustellen, dass „Das Ganze“ vielleicht etwas überzogen ist. Er bekommt ein wenig Bestätigung, bis sich die Befürworter des derzeitigen Wissensstandes zu Wort melden und ihn als verantwortungslos bezeichnen. Es hagelt einige Bevormundungen und am Ende, als die Riege der Vernunft groß genug ist, prasseln Beleidigungen auf ihn hernieder.

Wir blicken nun wachen Auges in die Welt und erkennen sofort, wer die 2 Meter Grenze unterschreitet und wer zu einer Familie gehört. Wir bringen uns ein und kehren wieder vermehrt vor anderen Türen, weil uns schließlich unsere Verantwortung bewusst ist. Eine Verantwortung, die ich bei anderen brisanten Themen wie, Umweltschutz, Massentierhaltung, Flüchtlingskrisen und weltweite Hungersnöte vermisse, denn hier braucht es etwas mehr Einsatz, als den Zeigefinger zu heben.

Viele behaupten, dass die Wirtschaft nie besser an die Wand gefahren wurde als dieser Tage, sie haben zwar auch keine Lösung parat, sehen sich aber auch nicht in der Position, die Dinge zu lösen, sondern sehen ihre Aufgabe darin, angemessen Kritik zu üben.

Es entsteht verblüffend viel verrücktes Denken, darüber in welchem Labor „Das Alles“ entstanden ist, um die Weltwirtschaft zu stürzen, was uns ablenken soll, von der Unterwanderung durch Fremde und damit den Überfremdangstgedanken wieder aufgreift, der neue Ängste schürt.

Behauptungen werden in den Raum geworfen, darüber, dass die „Moslems“ in ihren Moscheen beten „dürfen“ und „wir“ Christen nicht. Man vergleicht sich und sieht andere im Vorteil und bemängelt, dass das eine Kind vorgezogen wird und das andere benachteiligt. Man vermeidet nun einfach die Aussage „wir Deutschen“, das macht einen komischen Eindruck, nein wir nennen uns „Christen“, dann sind wir auf der sicheren Seite.

„Ich weiß ganz genau!“, ist der Grundton, der sich flächendeckend ausbreitet und die Besonneneren unter uns überrollt. Im Grunde wissen die meisten von uns, dass sie nichts wissen. Die Stimmen der Vernunft, schenken unseren Volksvertretern ihr Vertrauen, versuchen, das Ganze auszusitzen und hoffen auf das Beste.

Meine ganz eigene Wahrnehmung, realisiert eine Wirklichkeit, die völlig frei von all diesem enormen Wissen geworden ist und dabei springt mir etwas ins Auge. Es geht nicht um die Infektionskrankheit und die dadurch entstandenen Probleme, wie Beschränkungen. Es geht den Marktschreiern nicht darum, nach Lösungen zu suchen, sondern nach Fehlern. Wir pflegen eine Beschwerdekultur der latenten Unzufriedenheit. In aufwendigen, zeitintensiven Manövern schauen wir auf das, was schief zu laufen scheint, das bietet sich an, davon gibt es vieles. Wir bemängeln vehement und unnachgiebig, wie wir das eigentlich bei jedem Thema machen, geben vor es besser zu wissen und ziehen mit der Flagge der Wahrheit durchs Dorf. Dabei treiben wir die eine oder andere Sau vor uns her, denn das macht Spaß, das ist uns ein Anreiz.

Mir fällt auf, dass die Menschen, deren Existenz wirklich bedroht ist, still geworden sind. Von ihnen hört man nichts mehr, weil sie fieberhaft nach Ideen suchen, ihr Konzept zu verändern, um im Rahmen des Möglichen und Erlaubten Markt-beständig zu bleiben und nicht ganz in Vergessenheit zu geraten.

Auch mir fehlt die Möglichkeit meinen Frust zu kompensieren und so krieche ich weiter durch meinen Garten, lausche den Vögeln, bei ihren schönen Brautschaugesängen, bewundere mein Werk, das nun Blüten treibt und freue mich schon jetzt, auf den bevorstehenden Erwerb eines Paares neuer Schuhe.

In diesem Sinne, eine gute Zeit Euch allen.

© Marion Decker

Alles wird anders werden …

Ich sah dieser Tage den Film „Bohemian Rhapsody“, die Geschichte über die Rockband Queen und vor allem über deren außerordentlich begabten Leadsänger, Freddie Mercury. Ich durfte noch einmal in eine andere Zeit abtauchen. Zum Ende des Films sieht man Live Aufnahmen des Queen Auftritts bei Live Aid, von Bob Geldof ins Leben gerufen. Die Idee war, die Erlöse der Konzerte, für die hungernden Menschen in Äthiopien zu spenden. Durch den Auftritt der Band „Queen“ waren die Einnahmen auf 1 Millionen Dollar gestiegen und insgesamt erzielte das Event 102,3 Millionen Dollar. Freddy Mercury, war zu dem Zeitpunkt schon an Aids, wie man es damals nannte, erkrankt und starb kurz darauf, im Alter von 41 Jahren. Das Virus HIV, so nennen wir es heute, ist eine Immunschwäche, die über das Blut übertragen wird, Zwischen 2001 – 2018 infizierten sich 37,9 Millionen Menschen damit. Weltweit starben zwischen 2001 – 2018, 2,3 Millionen Menschen daran. Es gibt mittlerweile Medikamente, die die Lebenszeit- und Qualität verlängern und verbessern, aber nicht heilen. Seit 2001 – 2018 infizieren sich weltweit 1,7 Millionen Menschen erneut mit HIV.

Seit 2019 haben wir es mit einem Virus zu tun, der nicht nur über den Blutweg übertragen wird, sondern über den Speichel. Covid-19, hat dadurch einen Übertragungsvorteil, der nicht mehr nur Randgruppen oder Minderheiten und die armen Menschen in Afrika trifft, sondern uns alle. Das Virus lässt und erkennen, dass wir verletzbar sind, verwundbar und sterblich. Wir stellen fest, dass Covid-19, uns mehr denn je, enger zusammenrücken lässt, nicht körperlich, aber im Geiste. Wir erkennen plötzlich eine Ähnlichkeit, die uns zuvor gar nicht bewusst war, wir erkennen jetzt, dass wir alle sterblich sind. Plötzlich finden wir Gemeinsamkeiten, die wir vorher nicht sahen. Wir sorgen uns alle um unsere Angehörigen. Fast alle bleiben zu Hause, viele von uns befinden sich in Kurzarbeit und müssen nun mit 60  – 67 % ihres zuvor verdienten Einkommens auskommen. Wir erleben eine Einschränkung unserer vorherigen finanziellen Leistungsfähigkeit, von 40 %, eine Einschränkung, die bei einer Verkäuferin im Einzelhandel, sehr viel Bedeuten kann. Es spielt keine Rolle mehr, ob wir chirurgischer Orthopäde sind und unsere lukrativen Hüft- und Kniegelenksoperationen nun, den an Corona erkrankten weichen müssen, weil wir alle Betten brauchen. Es ist egal geworden, ob wir Multimillionär sind, der viel Geld in Aktienpapiere investiert hat. Unwichtig, ob wir eine kleinere Firma haben, die sich die betriebliche Schließung gerade nicht leisten kann. Selbst wenn wir uns in unserer wohlverdienten Altersruhe befinden und unsere Schäfchen, mehr oder minder im Trockenen haben, wird uns klar, dass wir uns in einem Alter befinden, das uns automatisch zur Risikogruppe werden lässt und wir nicht wissen, ob wir das hier überleben werden. Die existentielle Bedrohung wird von uns allen gleich erlebt, sowohl körperlich, als auch wirtschaftlich.

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die keiner von uns in dieser Intensität und Dauer erlebt hat. Wir haben eine Notstandssituation, ohne dass der Notstand ausgerufen wurde. Wir beugen uns keinen Verboten, sondern Empfehlungen. Wir machen jede dieser Empfehlungen mit, weil sie vernünftig klingen. Wer nicht mitmacht, wird gesellschaftlich geächtet, nicht per Gesetzgeber. Die Presse füttert uns mit stündlich neuen Informationen über statistische Zahlen, Ratschläge für das richtige Verhalten, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und wenn ihnen gar nichts mehr einfällt, zeigen sie uns auf 20 verschiedenen Sendern, menschenleere Plätze und intonieren gebetsmühlenartig:“ Hier ist alles menschenleer, keine Menschen mehr …“!  Unsere Verunsicherung wächst verständlicherweise, denn die Informationsflut ist von so unterschiedlicher Bedeutung und Tragweite, dass wir gar nicht mehr erkennen, wem wir Glauben schenken können. 

Spürbar, wird nun dieser Tage, eine große Solidarität. Menschen gehen für ihre, sich in Quarantäne befindenden Nachbarn, oder die alte Dame nebenan einkaufen und stellen ihnen die Einkäufe vor die Tür. Man organisiert sich im Netz und bildet Koalitionen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Wir beginnen den sozialsten Teil unserer Gesellschaft wahrzunehmen, unsere Krankenschwestern und Altenpflegerinnen. Wir hören deren Forderungen nach einem verdient höheren Einkommen, endlich zu und sehen das genauso. Es kristallisiert sich derzeit ein Zusammenhalt, der sich zunehmend entfernt von dem früheren, sich selbst der Nächste zu sein. Wir beginnen zusammenzuwachsen, es wird wärmer in unserem Land und wer weiß, vielleicht können wir etwas lernen aus dieser Situation. Vielleicht führt die erzwungene Entschleunigung, das Besinnen, auf das was wirklich wichtig ist, langfristig, zu mehr Miteinander und gegenseitiger Unterstützung, zu Nächstenliebe, Wertschätzung, Achtung und Aufmerksamkeit.

Marion Decker