Zwiegespräch mit mir

Perfekt zu sein, das ist echt Arbeit.
Und kostet auch noch sehr viel Zeit.
Belohnt wird dieser Aufwand nicht,
im Gegenteil, er wird zur Pflicht.
Gern´ zeigst du der ganzen Welt, 
das, was dir an dir gefällt.
Du strahlst und heimst Pokale ein,
du wirst bewundert, das ist fein.
Das, was du glaubst, das dich darstellt,
hat deinen Alltag stets erhellt.
Doch, wenn du einmal ehrlich bist, 
erkennst du, das ist großer Mist.
Denn kommt dann jemand Mal daher 
und übt Kritik, dann hast du's schwer.
Du grämst dich, deine Haltung fällt,
weil man dich infrage stellt.
Nun wankt der Turm, in dem du lebst.
Die Göttlichkeit nach der du strebst,
weicht dem Gefühl der Einsamkeit,
dem Ringen um Gelassenheit.
Der Thron auf dem du lang gesessen, 
er lässt dich jetzt nicht mehr vergessen.
Das Leben, das ist Sein und Werde.
Und du bist nicht der Mittelpunkt der Erde.

© Marion Decker
Pic: Jill Wellington Pixabay

Was wäre wenn …

Edition Paashaas Verlag

Wieder wurde eine meiner Kurzgeschichten veröffentlicht und ich freue mich riesig. Dieses Mal geht es um eine autobiografische Geschichte, der ein fiktives Ende folgt. Also z. B. was wäre wenn, ich diesen Schritt nicht gegangen wäre. Erhältlich unter ISBN 978-3-96174-090-1

Die Ewigkeit ist eine lange Zeit

Wieder eine Veröffentlichung. Dieses Mal im Kunst – Kultur und Literaturmagazin. Vielen Dank.

Marion Decker für #kkl5 „Endlich unendlich, unendlich endlich“


Die Ewigkeit ist eine lange Zeit


Es war Liebe auf den vierten Blick,

als es begann, wollte keiner zurück.

Wir hatten so viele gemeinsame Träume,

pflanzten zusammen die schönsten Bäume.

Du verehrtest mich, was wollte ich mehr?

Warst mein Kapitän in der Brandung umher.

Für immer wollten wir zusammen sein,

galten als Traumpaar, ganz allgemein.

Doch dann kam der Dämon auch Ego genannt,

ich hatte mich in Selbstsucht verrannt.

Ich schaute nicht auf die Fehler bei mir,

sondern auf all‘ die Schwächen in dir.

Die Lieblosigkeit, die ich in mir verspürte,

war das, was dich tief und unschön berührte.

Respektlosigkeit schlich sich bei mir ein,

dein Vertrauen in mich wich dann ungemein.

Den Fokus auf mich selbst gerichtet,

habe ich unsere Liebe fast vernichtet.

Die Falle, die ich zuschnappen höre,

ist die, die ich oft heraufbeschwöre.

Jetzt erkenn‘ ich diese Unzufriedenheit,

meine…

Ursprünglichen Post anzeigen 171 weitere Wörter