Spielchen

Wer kennt sie nicht, unsere Mitmenschen, die nicht geradeheraus ansprechen, wie es um ihre Bedürfnisse steht. Die sich nicht trauen, weil sie zu glauben scheinen, dass es ihnen nicht zusteht, sich in den Vordergrund zu drängen. Sich möglicherweise vor den Konsequenzen, wie Zurückweisung fürchten, was sich noch bitterer anfühlt. Die, die dem anderen nicht zu nahe treten wollen und es stattdessen vorziehen unbefriedigt im Hintergrund zu bleiben. Es sind die Menschen, die mir ein Häppchen zuwerfen und mir die Deutungshoheit zuweisen, mit der ich mich manchmal in tagelangen Interpretationsversuchen selbst zermürbe.

Daneben stehen die Menschen, die ihre Bedürfnisse als grobe Masse spüren aber nicht namentlich benennen können. Sie leben mit der Überzeugung stets zu kurz zu kommen und vom anderen benachteiligt zu werden. Sie neigen dazu ihr Überbedürfnis an Aufmerksamkeit und Wertschätzung lauthals in die Welt zu schreien, weil das, was sie bekommen einfach nicht bei ihnen ankommt und sie mit einem Gefühl der Leere, des „Zu kurz Kommens“ zurücklässt. Sie lassen den anderen in einem verwirrten Zustand der Entrüstung zurück. Mit beiden Bedürfnisvertretern ist der Umgang schwierig.

Die Bereicherung, sich in sozialen Netzwerken unpersönlich darstellen zu können, wird gerne dazu genutzt ein Posting zu teilen, das einen anderen direkt mit seinem emotionalen Fehltritt konfrontiert und den Betroffenen sich schuldig fühlen lässt. Der anschließende Beifall außenstehender Beobachter, kann dem Posting teilenden, das fälschliche Gefühl geben, im Recht zu sein, weil der außenstehenden Gemeinschaft, der echte Sinn verborgen bleibt. Die Zwischenmenschlichkeit bietet allerlei Fallstricke einem anderen etwas mitzuteilen, ohne die eigentliche Botschaft zu verraten, die dahintersteckt. Es ist ein hochkompliziertes strategisches Spiel, das uns dazu bewegt zwischen den Zeilen zu lesen, wenn wir die Aufforderung annehmen. Ob wir das Angebot zu einem Spiel, dessen Regeln eigentlich keiner kennt annehmen, ist in erster Linie davon abhängig wie wichtig uns der Andere ist. Ich kenne verschiedene Varianten von Spielen, die alle keinen Spaß machen.

Du kannst deinem Partner jahrelang aufs Butterbrot schmieren, welcher Verfehlungen er sich schuldig gemacht hat und ihm einen Mangel an Verlässlichkeit oder Rückhalt vorwerfen. Damit bleibst du das Opfer des Fehlverhaltens des anderen, das augenscheinlich frei von Schuld, in dieses miese Gefühl der Wertlosigkeit hinein manövriert wurde. Dein Partner wird garantiert bis in alle Ewigkeit in deiner Schuld stehen. Du kannst dich zutiefst verletzt in dein Schneckenhaus zurückziehen und dich an deinem Gefühl der Minderwertigkeit laben. Du kannst deinen tiefen Kummer so obsessiv ausweiten, dass du dich mit dem anderen vergleichst und ihn als soviel besser begütert siehst als dich selbst, bis du so viel Neid verspürst, dass dein Gefühl deiner eigenen Daseinsberechtigung schwindet. Du kannst das Bisschen, das du ehrlich bereit bist, deinem Partner zu geben, dreifach lauthals zurückfordern, weil du dich einfach wichtiger fühlst und mit weniger nicht zufrieden bist. Du kannst deine narzisstischen Charakterzüge kultivieren und dich mit oberflächlichen Menschen umgeben, die dein wahres ich weder erkennen können, noch wollen, das ist ungefährlich und unverbindlich.

All das kannst du weiter ausleben, wenn du deine eigene Verantwortung abgeben möchtest, um dich in der besseren Position zu fühlen. Es ist einfacher, mit dem anderen abzurechnen, als seine ganz eigenen wahren Beweggründe zu verstehen, aber wisse, dass dein Verhalten Spuren hinterlässt, die den anderen prägen werden. Ich persönlich liebe Klarheit und bin bereit dafür die Ehrlichkeit des anderen auszuhalten. In der Ehrlichkeit meines Gegenübers öffnet sich mir die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen. Ich kann mich mit dem auseinandersetzen, was wirklich ist und mich damit anfreunden, es verstehen und damit Frieden schließen. Saubere Kommunikation ist, lern bar, in der aufrichtigen Auseinandersetzung mit dir selbst. Der Weg dahin mag steinig sein, aber auch wichtig und lohnend.

© Marion Decker

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