Melancholie

Die Gedanken rasen durch die Zeit, 
laut ruft die Vergangenheit, 
mir meinen Namen hinterher 
und mein Herz wird schwer. 

Gerade noch die Lust am Leben,
Freude schenken, Liebe geben.
Fühl ich mich jetzt so sehr allein,
wie soll es anders sein?

Ich habe niemanden gebeten,
Teil zu sein von dem erlebten
aber euch war es genehm,
mir beim Leiden zuzuseh'n.

Die Sonne geht jetzt langsam unter,
dort draußen sind die Menschen munter.
Die Welt kommt diese Nacht zur Ruh',
auch ich mach meine Augen zu.

Am nächsten Morgen bin ich leer,
das Erwachen fällt mir schwer,
bemühe mich um aufzusteh'n 
und mit Mut nach vorn zu seh'n.

Ich geh' jetzt meine eig'nen Wege,
entscheide selbst was ich erlebe.
Mit aller Kraft will ich behalten,
meine Zukunft zu gestalten.

Viel Großes kommt mir in den Sinn,
ich denke, bis ich ruhiger bin.
So vieles gibt es noch zu tun,
das Alte muss für heute ruh'n.

© Marion Decker