Stalking ist kein Kavaliersdelikt

An manchen Tagen fühle ich mich hilflos. An anderen Tagen habe ich Angst vor dem, was dir noch alles einfällt.

Rückblick auf ein unvergessenes Jahr 2013

Du schreibst mir anonyme Briefe und schickst mir Nachrichten aus öffentlichen Telefonzellen. Du weißt, dass ich dich noch nicht stoppen kann, aber ich weiß, wer du bist. Ich habe deine Freundschaft zurückgewiesen und nun möchtest du dich rächen. Dein übergroßes verletztes Ego gepaart mit deinem Mangel an Selbstwert war schon immer eine explosive Mischung. Mir war nicht klar, welch kranken Geistes Kind du bist. Du schreibst mir, dass alle über mich lachen. Verstreust Häme und weidest dich an meinem Unglück, weil du deine eigenen miesen Gefühle verdrängst, statt sie ehrlich zu durchleben. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben, darum bleibe ich einfach im Hintergrund und warte ab. Du schreibst mir, dass ich dir leid tue und ich weiß, dass Mitleid ein Gedankenkonstrukt ist. Es fehlt dir an Empathie, weil du ein Psychopath bist. Du haderst mit deiner eigenen Persönlichkeit und weißt, dass du nicht ganz sauber bist, deshalb hast du so viele Selbsthilfebücher gelesen. Leider kam der Inhalt nicht bei dir an und du hast reine Zeit verschwendet. Jetzt läufst du durch die Gegend und wirfst mit hohlen, leeren Phrasen um dich. Zu allem äußerst du ungefragt deine Meinung, prahlst und protzt, plusterst dich auf und machst dich wichtig, um ganz tief in deinem Inneren das nagende Gefühl der Wertlosigkeit nicht zu spüren, das so schwer auszuhalten ist. Du glaubst, du bist charismatisch und bist tatsächlich nichts anderes, als ein schlechter Manipulator. Du findest es erstrebenswert da oben mitzuschwimmen. Du sehnst dich nach Ruhm, Ehre und Anerkennung und planst ständig großes, damit die Stimmen deiner Vergangenheit endlich still sind. Du willst es allen zeigen und versagst dabei täglich kläglich.

Du glaubst, dass ich etwas habe, das eigentlich dir zusteht. Du verzehrst dich so sehr danach, dass du voller Zorn, voller Groll und Missgunst bist. Dein Leben ist ein täglicher Kampf, das muss hart für dich sein, ich fühle mit dir. Diese Werte von denen du mich, aus deiner Sicht unangemessen, umgeben siehst sind für mich keine. Es sind Annehmlichkeiten, die ich zu schätzen weiß. Meiner Wertvorstellung entspricht es, einen liebevollen, respektvollen und toleranten Umgang mit meinen Mitmenschen zu pflegen und mein Leben emotional erfüllt durch Liebe, Dankbarkeit, Hingabe und Demut zu leben. Ich erwarte nicht, dass du verstehst was mir wichtig und wertvoll ist, denn du trägst keine Liebe in dir. Ich will ehrlich zu dir sein, ich kann es mir leisten. Ich möchte dir erzählen, was dein Verhalten mit mir macht:

An manchen Tagen fühle ich mich hilflos.

An anderen Tagen habe ich Angst vor dem, was dir noch alles einfällt.

Oft weinte ich einfach, weil ich nicht verstehe, warum du das mit mir machst.

Ich komme schlecht aus dem Bett, bin gerädert und fühle mich den ganzen Tag müde und ausgelaugt.

Mittlerweile gehe ich mit einem mulmigen Gefühl in meine Praxis, weil ich nicht weiß, was mich erwartet, wenn ich den Briefkasten öffne oder den Anrufbeantworter abhöre.

Regelmäßig erschrecke ich, wenn mein Handy mir ein Signal für einen SMS-Eingang gibt.

Jeden Tag bin ich einfach unendlich genervt von dir.

Manchmal gelingt es mir einfach amüsiert zu sein, wenn ich deine Zeilen lese, weil es doch immer die gleiche Leier ist.

Aber ich habe auch Grund dir zu danken denn du hast mich in kurzer Zeit Fähigkeiten gelehrt, die mir zuvor nicht bewusst waren. Ich habe gelernt die Spreu vom Weizen zu trennen und den wenigen Menschen zu vertrauen von denen ich weiß, dass sie mich achten und schätzen so wie ich bin. Dazu kann ich nur wenige zählen aber dafür sind sie umso präsenter. Ich habe gelernt, dass ich nicht alles verstehen muss. Ich habe gelernt mich emotional zu distanzieren, wenn es nötig ist. Ich habe gelernt, dass ein Problem aufhört ein Problem zu sein, sobald ich es nicht mehr als solches betrachte.

Und nun möchte ich dich gerne ein letztes Mal, dafür jedoch ganz offiziell zurückweisen. Ich stehe nicht mehr zur Verfügung!

© Marion Decker

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